Hi,

über mich selbst etwas zu schreiben fällt mir nicht leicht - besonders die Frage "Was möchte der Leser wissen" lässt mich immer wieder hin und herüberlegen. Am einfachsten ist es da, sich kennenzulernen, am besten bei einem Kaffee/Tee im Rahmen eines unverbindlichen Vorgespräches. 

Als Fotograf bin ich ein Quereinsteiger, vielleicht sogar ein Querdenker hinter der Kamera, der sich gern von althergebrachten Mustern und Schnitten löst, auf jeden Fall ein autodaktischer Fotograf, jemand der gern Neues ausprobiert, sich von Kollegen und Malern inspirieren lässt und sein Wissen stetig aus der Literatur und Seminaren/Coachings erneuert. Angefangen hat das Fotografieren bei mir mit einer analogen Spiegelreflexkamera ohne jegliche Automatik. Sogar der Filmtransport geschah durch Handarbeit. Das war damals eine Zeit, für die ich heute sehr dankbar bin, auch wenn nach so mancher Filmentwicklung das Ergebnis wortwörtlich in die Tonne gewandert ist. So habe ich anfangs die Grundlagen der Fotografie erlernt und das ist schon 33 Jahre her...  

Ein Grundgedanke, der mich schon damals beschäftig hat: Auch im Leben geht es immer um Zeit und Licht (Tied&Lichten). Gute Zeiten, schlechte Tage, strahlende und eher dunkle Phasen, Licht und Schatten – alles in vielen verschieden Farben und Nuancen. So ist es auch in der Fotografie, Fotografie ist Leben. Schafft man es als Fotograf, z.B. bei einem Portrait, das Leben sichtbar zu machen oder besser noch zu betonen, dann löst es etwas beim Betrachter aus und es eine gute Arbeit geworden. An dieser Stelle denke ich unweigerlich auch an Arbeiten von Peter Lindbergh, den ich ganz ehrlich um sein Können und seine Gabe, gerade in diesem Punkt beneide.

Mir persönlich sind Ausdruck und Präsenz zehnmal lieber, als ein technisch perfektes, aber irgendwie seelenloses Abbild des Moments. "Schärfe ist ein bourgeoises Konzept", sagte Henri Cartier-Bresson in einem ähnlichen Zusammenhang. Auch wenn dieses Zitat heute leider all zu oft als Rechtfertigung für ein schlecht sitzenden Focus mißbraucht wird, kommt es mir dabei in den Sinn...

Zu meinen persönlichen Lieblingsmotiven zählen die Momente, Menschen, Landschaften und Orte mit ihrer natürlichen Ausstrahlung, so wie das Leben sie macht. Dazu gehört natürlich auch der Sport, besonders der Radsport hat es mir angetan - an dieser Stelle seien Jered Gruber, Tim de Waele und Ulf Duda als maßgeblich Vorbilder in diesem Jenre genannt. Der Austausch, besonders auch Feedback und Kritik sind mir wichtig. Mein Ziel wäre es, immer etwas zu geben und mitzunehmen, egal ob es sich um den menschliche Kontakt mit positivem Wiederhall oder neues Wissen und Erfahrungen handelt. Ich glaube, das Fotografieren wäre vorbei, wenn dieser Teil einmal abhanden kommen würde.

Vielleicht sollte hier auch noch etwas zu meinem Handwerkszeug stehen... Die 3 Kameras, mit denen ich hauptsächlich arbeite sind die Nikon D800, Nikon D3 und die Fuji XT-2. Dazu kommen lichtstarke Objektive, die einen Brennweitenbereich von 16 bis 200mm abdecken, sowie 3 System- und 2 Studioblitze.Das ändert sich eigentlich ständig und nach Bedarf, mal gebe ich etwas weg und neues kommt hinzu. Kurzfristig kann ich auch auf Kooperationen zurückgreifen oder Objektive und Zubehör anmieten, wenn etwas fehlen sollte. Die Entwicklung der Fotos erfolgt zu 99% in Lightroom, getreu dem Grundsatz "make it, don't fake it". 

Wie gesagt, der persönliche Kontakt ist mir wichtig und wenn Fragen sind, immer her damit

 

Beste Grüße!

Thorsten Gieseler Photography Logo